Zu Gast beim Stammtisch waren Jun Yan, Geschäftsführerin der GFBM Akademie gGmbH for international education und Florian Höltje, Gründer und CEO der Campus Digital GmbH, geleitet und moderiert wurde die Diskussion von Frank Fickel (ITS mobility).

Digitalisierung, Verkehrswende, Pendlermobilität: Innerhalb dieser Bereiche herrscht ein lebhafter Diskussionsprozess, der die Arbeitswelt aktuell und in den kommenden Jahren erheblich beeinflussen wird. Zusätzlich beschleunigt durch die Pandemie wird die Veränderung der Arbeitswelt noch viele neue Herausforderungen mit sich bringen.

Infolgedessen stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen, wenn es darum geht, ihre Mitarbeiter bei der Anpassung an das neue Umfeld zu unterstützen und für die neuen Anforderungen zu qualifizieren.

Einführend stellte Florian Höltje, CEO der Campus Digital GmbH, sein Konzept zur gezielten Mitarbeiterförderung vor, um die individuellen Stärken der einzelnen Mitarbeiter in Zeiten der Digitalisierung gezielt zu entwickeln. Dabei bedarf es eines Weiterbildungsangebots, das grundlegende Skills schult und angepasst in unterschiedlichen „Schulungspaketen“ anbietet. Dieses Format schafft ein individuelles Lernangebot, das von möglichst vielen Mitarbeitern, auch neben dem Alltagsgeschäft, absolviert werden kann. Die Formatierung in kleine Blöcke, sogenannte Nuggets zwischen 20, 40 und 60 Minuten, ermöglicht es zudem die Lerneinheiten Zeit- und Standortflexibel dem Arbeitstag anzupassen.

Bei der folgenden Vorstellung der digitalen Fabrik durch Frau Jun Yan, Geschäftsführerin der GFBM Akademie, stand vor allem der Gedanke der Vernetzung unterschiedlicher Bildungsinhalte im Vordergrund. Die mit einer ersten Realisierung im September geplante digitale Fabrik gibt dabei die Möglichkeit unterschiedliche Lernformen unterschiedlicher Anbieter über eine einheitliche Plattform zu verbinden. Dies gibt sowohl den Bildungsanbietern die Möglichkeit ihre Bildungsinhalte miteinander zu vernetzen, um die Angebote besser an die individuellen Unternehmensanforderungen anzupassen, als auch die Stärken der Mitarbeiter gezielt zu fördern.

SmartVillages? SmartWorking!“ Wie lernen und arbeiten wir in der Zukunft und wie können ländliche Räume als Arbeitsräume der Zukunft entwickelt werden? Um Weiterbildungsangebote auch in Peripherien anzubieten, bedarf es vor allem einer zuverlässigen und flächendeckenden 5G-Netzstruktur. Die Digitalisierung von Weiterbildung ist gerade im ländlichen Bereich eine gute Chance die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Anforderungen entsprechend zu qualifizieren, darin waren sich alle Teilnehmer einig.  

Grundlegende Herausforderung im Mittelstand: Erst die Pandemie wurde genutzt, um auch bei KMU Videokonferenzen einzuführen und die Digitalisierung von Arbeitsprozessen weiterzuentwickeln. Viele KMU, insbesondere im ländlichen Raum stehen in dieser Entwicklung noch am Anfang. Gleichzeitig fehlt es an einem Bildungskonzept das die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gezielt an die Digitalisierung von Arbeitsprozessen heranführt. Weiterbildungsmaßnahmen sollten deshalb individuell an die Fähigkeiten und Anforderungen angepasst werden. Weiterbildung darf nicht losgelöst von der Arbeit agieren, sondern sollte die Arbeitsanforderungen unmittelbar einbeziehen. Auch Co-Working-Spaces auf dem Land können hierbei eine Möglichkeit sein.

Abschließender Konsens war, dass digitale Grundkompetenzen den Schlüssel für alle weiteren Schritte bilden, vor allem bei den Klein- und Kleinstunternehmen. Gezielte, an der Arbeitswelt orientierte Weiterbildungen können an dieser Stelle den Prozess unterstützen und einen neuen Blickwinkel auf bestehende Arbeitsprozesse entstehen lassen. Gleichzeitig kann eine übergeordnete Zusammenarbeit, beispielweise in Form eines Co-Working Spaces, helfen betriebsübergreifende Lernprozesse zu steuern und zu fördern.

Wir bedanken uns bei den Diskussionsteilnehmern und Gästen für die anregende Diskussion.

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