Im zweiten Stammtisch des R-Learning Kollektivs am 09.07.2021 kamen, unter der Leitung der GFBM-Akademie, vor allem regionale Bildungsdienstleister, Verbände und Unternehmen der Region Berlin und Brandenburg zu Wort. Die Moderation und Einladung übernahm Herr Behrend, Vertreter des regionalen Bildungsdienstleisters AVT e.V..

In diesem Zusammenhang wurde das Thema der Weiterbildung sowohl leidenschaftlich als auch kontrovers diskutiert. Auf Ruf nach einem kollektivistischen Ansatz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch Herrn Schwarz, Geschäftsführer der AMM GmbH und Experte im Bereich Bildung und Digitalisierung, wurde dieser Punkt durch Herrn Stöckmann, langjähriger Berufsbildungsexperte der Siemens AG und heute Vorstandsvorsitzender der Vereinigung der Bildungsleiter Berlin und Brandenburg, ergänzt. Neben einem immensen Weiterbildungsbedarf, gerade bei den KMU, braucht es vor allem neue Konzepte und Wege die Ausbildungsinhalte besser an die tatsächlichen Anforderungen der Unternehmen anzupassen. Dabei wurde vor allem auf die individuelle Förderung in kleinen modularen Formaten hervorgehoben, die es KMU besser ermöglichen auf die individuellen Fähigkeiten einzugehen. Dies erfordert vor allem eine verbesserte Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, um die KMU bei der richtigen Auswahl der erforderlichen Qualifikationsmaßnahmen zu unterstützen. Hier braucht es vor allem die Unterstützung der Bildungsdiesnleister

Herr Heusler, Leiter des Qualifizierungszentrums der LEAG AG, hob vor allem hervor, dass der tiefe strukturelle Wandel der Lausitz als ehemaliges Kohle- und Energiezentrum einen tiefgreifenden Wandel der Arbeitsplätze zur Folge hat, die vor allem durch schrittweise Weiterbildung den Quereinstieg in neue Berufsfelder ermöglichen muss. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass vor allem die traditionellen Ausbildungs- und Qualifikationstrukturen aufgebrochen werden müssen, um vor allem eine einfache, schnelle und den Anforderungen angepasste Qualifizierung zu ermöglichen. Gerade die Strukturschwäche und die Abwanderung junger Arbeitskräfte braucht im Bereich derQualifikationsmöglichkeiten neue Ideen, die sich stärker von den klassischen Berufsbildern lösen.

Herr Tragmann, Ausbildungsleiter der BMW Group Berlin, stellte in diesem Zusammenhang das neue digitale Bildungskonzept von BMW vor, das mit Hilfe von Hololenses das virtuelle und standortübergreifende Lernen ermöglicht. Gleichzeitig können die Beschäftigen dadurch gezielt in erforderlichen Fähigkeiten auch außerhalb des eigentlichen Berufsbilds geschult werden. Gerade Quereinsteiger können so gut an neut Tätigkeitsfelder herangeführt werden.

Durch Herrn Ganzleben, Fachexperte im Bereich der Weiterbildung und Konzeption von bedarfsorientierten Qualifizierungsmaßnahmen für KMU, wurde vor allem die Qualifikation im Bereich der Lehrkräfte angemahnt. Hier muss in vielen Bereichen noch stärker unterstützt werden, um überhaupt eine an den Anforderungen orientierte Weiterbildung zu ermöglichen.

Von den Vertretern der Unternehmensversbände, Steffen Heller, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin e.V. und Herrn Volker Herrmann, Unternehmervereinigung Uckermark, wurde hervorgehoben, dass es vor allem eine im Bereich der Beratung eine bessere Unterstützung braucht und klassische Aus- und Weiterbildungsbildungsmodelle stärker aufgebrochen werden müssten. Eine wichtige Funktion kommt dabei vor allem den Kammern zu, sowohl im Bereich der Kommunikation mit den KMU als auch im Bereich der Individualisierung von Aus- und Weiterbildungsanforderungen.

Abschließend waren sich alle einig, dass die Sprungdigitalisierung durch Corona genutzt werden muss, um alte Muster aufzubrechen und die KMU im digitalen Wandel zu unterrstützen.

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